Soziale und politische Aspekte regionaler Integration  

Die gemeinsame Afrika-EU-Strategie setzt bei regionaler Integration einen Schwerpunkt auf die Rolle der Privatwirtschaft, das heißt auf Großunternehmen. Sie ignoriert die Rolle von kleinen und mittleren Unternehmen, sowie von Kleinbauern und Frauen.
Die Strategie unterstreicht die Funktion des Binnenmarktes und regionaler Integration „zur Förderung von nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Entwicklung“, ohne sich auf eine durch die Bevölkerung gesteuerte und am Menschen ausgerichtete Entwicklung zu konzentrieren. Dies beinhaltet Freizügigkeit, soziale Sicherheit, Stärkung der Arbeiterrechte im frauendominierten, informellen Sektor sowie ländliche Entwicklung. Wie im Aktionsplan und im Abuja-Abkommen dargelegt, umfasst regionale Integration wirtschaftliche, soziale und politische Aspekte.  

Zentrale Forderungen der Zivilgesellschaft  

  1. Informeller grenzüberschreitender Handel (informal cross border trade, ICBT) ist ein integraler Bestandteil regionaler Integration und sollte formal von den Regierungen anerkannt werden. Die Mehrzahl der am informellen grenzüberschreitenden Handel Beteiligten sind Frauen;  
  2. Der Aktionsplan betont die Rolle der Zivilgesellschaft und anderer Akteure zur Stärkung des Integrationsprozesses. Wir unterstützen dies und fordern die gemeinsamen Expertengruppen zur gleichberechtigten Beteiligung der zivilgesellschaftlichen Organisationen auf.

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Positionspapier

Lesen Sie das Positionspapier der Partnerkonferenz von Nairobi zur Afrika-EU-Strategie.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)