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International conference:
Partnership for the Poor?
The Joint Africa-EU Strategy: Risks and Opportunities
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Zivilgesellschaft fordert Verbesserungen im Aktionsplan
Ist die Afrika-EU-Partnerschaft wirklich eine Partnerschaft von der die Armen profitieren? Am Montag, dem 30. November diskutierten afrikanische und europäische Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft über die Chancen und Herausforderungen der Afrika-EU-Strategie. Veranstaltet wurde die Konferenz von VENRO in Kooperation mit dem Europäischen Dachverband CONCORD und der Deutschen Welle.
Vor zwei Jahren trat der erste Aktionsplan der Afrika-EU Partnerschaft in Kraft. Den Menschen aber insbesondere in Afrika, hat der Plan bisher nur wenig gebracht. Nach wie vor sind Frauen am meisten von Armut betroffen und 80 Prozent der Armen leben in ländlichen Regionen. Gerade mal zehn Prozent von ihnen haben Zugang zu Energie.
Deshalb diskutierten die Konferenzteilnehmer darüber, was der zweite Aktionsplan, der voraussichtlich ab 2011 in Kraft treten wird, berücksichtigen muss.
Die zivilgesellschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter im Saal waren sich einig: Die Afrika-EU-Strategie braucht eine eigene Partnerschaft zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit. Als Querschnittsthema wird dem Gender-Bereich nicht genug Aufmerksamkeit eingeräumt. Denn gute Regierungsführung, Demokratisierungsprozesse und nachhaltige Entwicklung sind ohne aktive und gleichberechtigte Beteiligung von Frauen nicht umsetzbar.
Einig waren sich die Podiumsteilnehmer auch, dass der Zugang zu nachhaltiger Energie der Schlüssel für Entwicklung und Fortschritt in Afrika ist. Besonders wichtig ist hierfür, dass die Menschen in ländlichen Gebieten an eine Energieversorgung angeschlossen werden. Ein neuer Aktionsplan sollte deshalb besonders kleine und dezentrale Projekte innerhalb der Energiepartnerschaft fördern. Für die Armen ist wichtig, dass sie Energie in Einkommen umwandeln können.
Auf dem Panel zu Handel, regionale Integration und Infrastruktur entzündete sich eine lebhafte Diskussion um die Beziehungen zwischen der Afrika-EU-Strategie und den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA). Die WPA wurden bisher explizit im Aktionsplan ausgeklammert. In ihrer jetzigen Form sind die WPA nicht entwicklungsfördernd.
Einig waren sich die Teilnehmer, dass regionale Integration eine Priorität der afrikanischen Staaten ist oder sein sollte. Als großes Entwicklungshindernis wurde die mangelnde Infrastrukturentwicklung im ländlichen Raum angeführt.
Zum Programm der Konferenz.
Mehr Informationen zu den Sprecherinnen und Sprechern der Konferenz finden Sie hier.
(Kopie 1)
Neuveröffentlichung
Konferenzdokumentation
"Partnership for the Poor? The Joint Africa-EU Strategy: Risks and Opportunities."
Results of the International Conference, 30th November 2009 in Bonn.
VENRO (Hrsg.). Bonn, März 2010.



