Internationaler Workshop zu IRENA und der Afrika-EU-Energiepartnerschaft
irenabericht

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Energiearmut überwinden
Neue Strategien für Afrika erforderlich
Die Überwindung der Energiearmut ist eine Voraussetzung für Entwicklung. Deshalb sollten die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) und die Afrika-EU-Energiepartnerschaft (AEEP) stärker zur Armutsbekämpfung genutzt werden. Dies ist das Ergebnis eines Internationalen Workshops zu Erneuerbaren Energien in Afrika, der am 14. Juni in Berlin stattfand. Veranstalter waren VENRO, das Forum Umwelt und Entwicklung und der Evangelische Entwicklungsdienst.
Der Zugang zu nachhaltiger Energie ist ein Schlüssel zur Armutsbekämpfung. Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) und die Africa-EU-Energiepartnerschaft (AEEP) sind beide Institutionen, die die Nutzung Erneuerbarer Energien in Afrika vorantreiben wollen.
Ihre Arbeitsweisen sind dabei sehr unterschiedlich. Während AEEP den politischen Dialog verfolgt, baut IRENA gezielt ein Netzwerk von Experten auf, um das technische Know How zu vermitteln. Dies machten Hein Winnubst, Europäischer Ko-Vorsitz der AEEP und Mika Ohbayashi von IRENA, gleich zu Anfang der Tagung “ „New Dynamics for Renewable Energies in Africa – IRENA and the Africa-EU Energy Partnership deutlich.
Auf dem ersten Panel zur Rolle der beiden Institutionen bei der Förderung Erneuerbarer Energien, diskutierten Wolfgang Moser vom österreichischen Außenministerium und Mika Ohbayashi von IRENA mit Vertretern der afrikanischen und europäischen Zivilgesellschaft. Österreich und Deutschland haben den Ko-Vorsitz bei der AEEP. Vertreter der Zivilgesellschaft waren Ibrahim Togola, Direktor der westafrikanischen Umweltorganisation Mali Folkecenter und Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung. Dieser forderte, dass beide Institutionen sich in der Öffentlichkeit bekannter machen und die Zivilgesellschaft systematisch mit einbeziehen müssen.
Alle Teilnehmer der Diskussion waren sich einig, dass Beteiligung und Demokratie Voraussetzung für eine fortschrittliche und nachhaltige Energiepolitik seien.
Nachmittags stand die Frage im Mittelpunkt, welche Strategie-Konzepte Afrika benötigt, um die Energieversorgung zu verbessern. Dazu nahmen Christian Ruck, von der CDU/CSU-Fraktion, Jean-Kuc Ekwa von der kongolesischen Nichtregierungsorganisation Church of Christ (ECC), Claudia Hanisch von der Deutschen Solar AG und Hans Peter Zerfas von World Vision Deutschland Stellung. Kritisiert wurde, dass die europäischen und afrikanischen Regierungen bisher vor allem Großinfrastrukturprojekte und die Energieversorgung in den Städten Afrikas fördern.
IRENA und die Afrika-EU-Partnerschaft können oder sollten gemeinsam Afrika Strategien entwickeln, die die Nutzung erneuerbarer Energien vorantreiben. Denn der Zugang zu bezahlbarer erneuerbarer Energie ist vor allem in den ländlichen Regionen die Voraussetzung für menschliche Entwicklung sowie für Fortschritte in der Armutsbekämpfung.
Die Ergebnisse des Workshops werden dokumentiert und in Kürze veröffentlicht.
Hier finden Sie das detaillierte Programm der Veranstaltung.
"New Dynamics for Renewable Energies in Africa –
IRENA and the Africa-EU Energy Partnership"
International Workshop, 14th June 2010 in Berlin.
Presentations, Interviews, Results
Monika Hoegen (Autorin), Forum Umwelt und Entwicklung, Evangelischer Entwicklungsdienst (eed), VENRO e. V. (Hrsg.), Bonn, September 2010.
Download der PDF
Die Präsentationen des Workshops stehen hier für Sie zum Download bereit:
- "The challenges of African Energy Policy in the 2010". Presentation by Dr. Ibrahim Togola, Mali Folkecenter, Mali.
Download der Präsentation - "IRENA – A New Paradigm Shift of Sustainable Energy for People". Presentation by Mika Ohbayashi, IRENA, United Arab Emirates.
Download der Präsentation - "Situation sur les energies renouvables en Republique Democratique du Congo". Jean-Luc Ekwa MponyoM Bokete, Church of Christ (ECC), DR CONGO
Download der Präsentation




