Energie

© Joerg Boethling / Welthungerhilfe

Wachsender Zugang zu nachhaltigen Energien

Energiesicherheit ist ein wichtiges Anliegen in Afrika und Europa. Der Zugang zu modernen Energiedienstleistungen, die finanziell tragbar, klimafreundlich und nachhaltig sind, bleibt einem Großteil der afrikanischen Bevölkerung insbesondere in den ländlichen Regionen verwehrt. Obwohl Frauen von den herrschenden Modellen der Energieerzeugung und -verteilung besonders betroffen sind, spiegelt sich dies nur selten in den Energiepolitiken wider. Die Probleme können nicht mit fossilen Brennstoffen und Nukleartechnologien beseitigt werden – was das aktuelle Konzept der gemeinsamen Afrika-EU-Strategie nicht widerspiegelt. Deshalb müssen gemeinsam neue Ansätze geschaffen werden.

Zentrale Forderungen:

  1. Wir appellieren an die Entscheidungsträger beider Kontinente, die Empfehlung auszusprechen, dass alle Länder angemessene erneuerbare Energie- und Energieeffizienzpolitiken mit klaren Zielen und Verpflichtungen annehmen;
  2. Wir fordern die Einrichtung innovativer und tragbarer Finanzmodelle für die Entwicklung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika. Diese sollten transparent und partizipativ sein, einer öffentlichen Rechenschaftspflicht unterliegen und Energiebedürfnisse auch in kleinem Maßstab decken können;
  3. Wir rufen die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, die schnelle Vergrößerung ihrer Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien, einschließlich einer Verbesserung der Energieeffizienz, aktiv voranzubringen und den Betrieb von Kohle- und Kernkraftwerken stufenweise einzustellen;
  4. Wir fordern die Beteiligung der Zivilgesellschaft in der gemeinsamen Expertengruppe zu Energie, zur Vorbereitung der Treffen der Ministertroika und eine angemessene Finanzierung der Beteiligung durch die Partnerschaft.

venroforumpa

 

Gemeinsames Papier vom Forum Umwelt und Entwicklung, Practical Action und VENRO zur Afrika-EU-Energiepartnerschaft, März 2010.

Download der PDF

1. JAES und ZG

Die Afrika-EU-Energiepartnerschaft und die Zivilgesellschaft

AEEP&ZG

Practical Action ist eine britische Nichtregierungsorganisation mit über 100 Projekten im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung weltweit. Zudem vertritt sie die europäische Zivilgesellschaft in der Afrika-EU-Energiepartnerschaft.

Andrew Scott, verantwortlich für Politik und Programme bei Practical Action möchte für mehr zivilgesellschaftliche Beteiligung der Partnerschaft werben. Er informiert über die bisherigen Aktivitäten der Partnerschaft und gibt einen Überblick über Struktur, Aufbau und Ziele der Energiepartnerschaft.
Außerdem weist Andrew Scott ausdrücklich auf die Möglichkeiten der Beteiligung der Zivilgesellschaft hin und ruft dazu auf, diese auch zu nutzen.

Für weitere Informationen können Sie sich an Andrew Scott wenden.

Lesen Sie hier seinen Artikel.

 

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Positionspapier

Lesen Sie das Positionspapier der Partnerkonferenz von Nairobi zur Afrika-EU-Strategie.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)