Anpassung
Anpassung an den Klimawandel
Eine Anpassung an die negativen Auswirkungen des Klimawandels ist zwingend erforderlich. In vielen Fällen wird der Entwicklungsprozess durch die Folgen des Klimawandels untergraben.
Zentrale Forderungen:
Die EU sollte:
- die schnelle Umsetzung der afrikanischen Nationalen Anpassungsaktionsprogramme (NAPA) sowie die Katastrophenvorsorge und die Umsetzung weiterer dringender Maßnahmen durch die Bereitstellung ergänzender Ressourcen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 unterstützen. Dies sollte zusätzlich zu der bestehenden Verpflichtung zur Anhebung des ODA-Anteils auf 0,7 Prozent erfolgen;
- sich für mehr Kohärenz im Fondsmanagement eines zukünftigen Klimaschutzregimes, einschließlich einer starken Rolle der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) einsetzen und zusätzliche Ressourcen aufbringen, zum Beispiel durch die Versteigerung der zugeteilten Emissionsrechte (AAU, Assigned Amount Units) – ein Vorschlag Norwegens – und möglicherweise in Verbindung mit dem mexikanischen Vorschlag, die ‚Belastungen zu verteilen’;
- die afrikanischen Länder stärker dabei unterstützen, die langfristigen Herausforderungen des Klimawandels in die Entwicklungsplanung, durch Erfahrungsaustausch und finanzielle Unterstützung, einzubeziehen.
Die afrikanischen Regierungen sollten:
- Bei der Ausarbeitung der Vorschläge zum Anpassungsfonds und bei der Umsetzung der Anpassungsprogramme den am meisten gefährdeten Menschen und Gemeinden besondere Aufmerksamkeit widmen, unter deutlichem Einbezug der Zivilgesellschaft;
- Anpassung in die Entwicklungshilfe integrieren, unter Berücksichtigung des traditionellen Wissens und der bestehenden Techniken in den jeweiligen Ländern und Regionen;
- Auf vorhandene Kenntnisse, gesammelte Erfahrungen und weitere Maßnahmen, einschließlich derer aus anderen Übereinkommen und Bereichen, zurückgreifen.



